Sa.. März 28th, 2026

Fulda.social und fedihub.space: Warum eine Fediverse-Instanz heute die bessere Social-Media-Wahl sein kann

Wer genug von Algorythmus basierte Social Media Feeds hat und wieder echte Gespräche haben möchte sollte auf Instanzen im Fediverse setzen. Genau aus diesem Grund setze ich seit mehreren Jahren auf das Fediverse – mit Fulda.social für Mastodon und fedihub.space für Sharkey. Habe zwar noch einen Facebook Account, aber den nutze ich nicht mehr und bin jedes mal geschockt was für ein Müll mir präsentiert wird.

Warum ich Mastodon und Sharkey aktiv bewerbe

Klassische soziale Netzwerke fühlen sich für viele längst nicht mehr sozial an. Statt Beiträge von Menschen zu sehen, denen man wirklich folgt, schieben große Plattformen immer mehr Empfehlungen, Reels und algorithmisch sortierte Inhalte in den Vordergrund. Dass diese Logik nicht nur nervt, sondern den Feed massiv prägt, zeigen Berichte von Heise über Threads und seine Empfehlungen und von Wired über algorithmische Standard-Feeds. Im Fediverse läuft das anders: Der Standard ist deutlich näher an dem, was Social Media einmal war – Menschen folgen Menschen, Themen folgen Themen, und die Reihenfolge ist in vielen Clients und Diensten chronologisch oder zumindest viel transparenter.

Genau das macht für mich den Reiz von Fulda.social und fedihub.space aus. Ich will keine Plattform, die mir ungefragt „relevante“ Inhalte vorsortiert. Ich will lesen, was die Leute posten, denen ich bewusst folge.

Kein Algorithmus, weniger Lärm, mehr echte Reichweite

Das Fediverse ist kein einzelnes Netzwerk, sondern ein Verbund vieler unabhängiger Server. TechCrunch beschreibt das Fediverse als offenes soziales Netzwerk aus miteinander verbundenen Diensten wie Mastodon, Pixelfed oder PeerTube. Diese Struktur sorgt dafür, dass nicht ein einziger Konzern bestimmt, was sichtbar wird, sondern Communities ihre Räume selbst gestalten.

Das klingt erst mal unspektakulär. In der Praxis ist es aber ein echter Vorteil. Wer auf Fulda.social unterwegs ist, landet nicht in einer Dauerbeschallung aus viralen Clips, Ragebait und endlosen „Für dich“-Empfehlungen. Und auf fedihub.space zeigt Sharkey, dass das Fediverse nicht eintönig sein muss, sondern technisch spannend und gleichzeitig persönlich bleiben kann. Mehr zu meinem Mastodon-Setup habe ich schon in Mastodon via Docker richtig installieren und ganz frisch in Mastodon-Update ohne Downtime beschrieben.

Gerade jetzt ist das ein echtes Argument

2025 und 2026 sieht man immer deutlicher, wie sehr große Plattformen von automatisiertem, KI-gestütztem Content überrollt werden. Reuters berichtete 2025 über einen Fehler bei Instagram Reels, der Nutzern massenhaft Gewaltvideos in den Feed spülte. Gleichzeitig zeigen mehrere Reuters-Berichte aus 2026, wie KI-generierte Bilder und Deepfakes Plattformen zusätzlich belasten und Missbrauch begünstigen können, etwa im Fall sexualisierter KI-Bilder und Deepfakes auf großen Netzwerken (Reuters 1, Reuters 2).

Natürlich ist auch das Fediverse nicht automatisch frei von Spam. Ich habe darüber selbst schon geschrieben, etwa in Die wachsende Spam-Bot-Problematik in Mastodon. Der Unterschied ist aber entscheidend: Im Fediverse kannst du als Admin und Community viel direkter gegensteuern. Regeln, Moderation, Föderation und technische Maßnahmen liegen nicht irgendwo in Kalifornien, sondern bei den Menschen, die den Server wirklich betreiben.

DSGVO-konformer und näher an der Community

„DSGVO-konform“ ist kein Zauberwort. Auch eine Fediverse-Instanz muss sauber betrieben werden. Aber der große Vorteil liegt auf der Hand: Wer selbst hostet oder bewusst europäisch betreibt, kann Datensparsamkeit, Transparenz und klare Regeln viel gezielter umsetzen als auf werbefinanzierten Großplattformen. Dass Behörden und öffentliche Stellen Mastodon längst ernst nehmen, sieht man unter anderem daran, dass der Bundesdatenschutzbeauftragte seit 2020 eine eigene Mastodon-Instanz betreibt, wie stadt-bremerhaven.de berichtet. Auch Heise schrieb zuletzt über europäische Gegenentwürfe mit DSGVO- und DSA-Fokus.

Für mich heißt das ganz konkret: Fulda.social ist eine öffentliche Mastodon-Instanz von dasnetzundich.de mit klaren Regeln und persönlichem Betrieb. Auf fedihub.space läuft eine Sharkey-Instanz aus der Nähe von Fulda, gedacht für nette Menschen und echte Kontakte. Wer mag, kann also genau den Stil wählen, der besser passt. Hintergründe zu meiner zweiten Plattform findest du auch im Beitrag Neue Fediverse Instanz.

Mein Fazit

Das Fediverse ist nicht perfekt. Aber es gibt dir etwas zurück, das viele Plattformen verloren haben: Kontrolle, Übersicht und Nähe. Keine undurchsichtige Reichweitenlogik. Keine KI-Video-Schwemme als Standardprogramm. Keine Plattform, die deine Aufmerksamkeit bis zum letzten Scroll auspresst. Stattdessen bekommst du mit Fulda.social und fedihub.space zwei soziale Räume, die bewusst kleiner, menschlicher und transparenter funktionieren.

Wer Social Media wieder als Austausch statt als Dauerberieselung erleben will, sollte dem Fediverse endlich eine echte Chance geben.

Wie siehst du das?
Schreib gern einen Kommentar unter dem Artikel oder diskutiere im Matrix-Kanal: #dasnetzundich:matrix.org

Bylars

Ich bin 44 Jahre alt und blogge seit mehreren Jahren. Beruflich bin ich Fachangestellter für Bäderbetriebe. Lebe und liebe diesen Beruf in und rundum Fulda. Habe eine Partnerin und liebe genauso meinen Dackel.

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