Überarbeitet am 8. September 2026.
Wenn man regelmäßig Blogartikel schreibt, schleichen sich irgendwann Tippfehler, vergessene Kommas oder ziemlich krumme Sätze ein. Genau deswegen nutze ich schon seit Jahren LanguageTool. Der Dienst hat sich seit meinem ursprünglichen Artikel von 2022 ordentlich weiterentwickelt.
Damals war mein Hauptanwendungsfall das iPhone. Heute lässt sich LanguageTool deutlich breiter einsetzen: im Browser, auf Windows und macOS, auf iOS und direkt in mehreren Schreibprogrammen.
Was prüft LanguageTool?
LanguageTool beschränkt sich nicht nur auf Rechtschreibfehler. Je nach Version und Kontext werden auch Grammatik, Zeichensetzung, Stil und Formulierungen geprüft.
Gerade beim Bloggen finde ich die Stilhinweise praktisch. Nicht jeder Vorschlag ist automatisch besser als der eigene Satz – aber sie zeigen oft Stellen, an denen ich selbst noch einmal nachdenken sollte.
Browser-Erweiterungen
LanguageTool bietet aktuell Erweiterungen für:
- Firefox,
- Chrome,
- Microsoft Edge,
- Safari,
- Opera.
Damit wird der Text direkt dort geprüft, wo man ihn eingibt – beispielsweise im WordPress-Editor, in Webmail oder in sozialen Netzwerken.
Windows und macOS
Inzwischen gibt es eigenständige Desktop-Anwendungen für Windows und macOS. Unter Windows kann LanguageTool beispielsweise Texte in mehreren lokalen Anwendungen prüfen. Auf dem Mac funktioniert die Integration unter anderem mit Pages, Mail, Notizen, Nachrichten, Slack und Word.
Wer häufig zwischen Browser und lokalen Programmen wechselt, muss dadurch nicht ständig Text in einen separaten Webeditor kopieren.
iPhone und iPad
Für iOS gibt es weiterhin eine eigene LanguageTool-App. Damit lassen sich längere Texte auf iPhone und iPad prüfen. Genau dort hatte ich LanguageTool ursprünglich entdeckt, weil ich viele Texte auch unterwegs schreibe.
Die konkrete Systemintegration kann sich mit iOS-Versionen ändern. Deshalb würde ich die Einrichtung heute nicht mehr wie 2022 an einer bestimmten Tastaturansicht festmachen, sondern die aktuelle App-Anleitung verwenden.
Word, Google Docs und LibreOffice
Auch für klassische Schreibprogramme gibt es Integrationen. LanguageTool nennt aktuell unter anderem:
- Microsoft Word,
- Google Docs,
- LibreOffice,
- Apple Pages.
Das ist für mich gerade bei längeren Entwürfen angenehmer, als erst nach dem Schreiben den kompletten Text durch einen externen Prüfer zu schicken.
Kostenlos oder Premium?
LanguageTool gibt es weiterhin kostenlos und kostenpflichtig. Die kostenlose Version deckt bereits grundlegende Rechtschreibung, Grammatik, Zeichensetzung und erste Stilhinweise ab. Premium erweitert die Prüfung und bietet zusätzliche Funktionen.
Die konkreten Preise schreibe ich bewusst nicht mehr in diesen Artikel. Die ändern sich schneller, als ein Evergreen-Artikel gepflegt werden kann.
KI-Umformulierungen
LanguageTool bietet inzwischen auch eine Funktion zum Umformulieren von Sätzen. Das kann beim Glätten eines schwierigen Absatzes helfen. Ich würde Vorschläge aber nicht blind übernehmen – gerade beim Bloggen soll der Text am Ende noch nach mir klingen und nicht nach einer automatischen Standardformulierung.
Persönliches Wörterbuch
Für Technikartikel ist ein eigenes Wörterbuch ziemlich hilfreich. Begriffe wie Nextcloud, SearXNG, BorgBackup oder ungewöhnliche Projektnamen sollen schließlich nicht in jedem Absatz als vermeintlicher Fehler auftauchen.
Datenschutz bei Schreibassistenten beachten
Wer sensible oder berufliche Texte prüfen lässt, sollte grundsätzlich vorher schauen, wie die jeweilige Anwendung den Text verarbeitet. Das gilt nicht nur für LanguageTool, sondern für jeden cloudbasierten Schreib- oder KI-Assistenten.
Bei normalen Blogartikeln ist das für mich ein anderer Anwendungsfall als bei vertraulichen Dokumenten, Passwörtern oder interner Korrespondenz.
Mein Fazit
LanguageTool ist für mich nach wie vor eines dieser Werkzeuge, die im Hintergrund viel Kleinkram abfangen. Es ersetzt kein eigenes Korrekturlesen, aber gerade bei längeren Blogartikeln entdeckt es zuverlässig Dinge, die man nach dem fünften Lesen selbst nicht mehr sieht.
Und im Gegensatz zu meinem Artikel von 2022 ist es heute längst nicht mehr nur „die Korrektur-App auf dem iPhone“, sondern ein recht umfassender Schreibassistent für Browser und Desktop.
Quellen: LanguageTool: Apps und Add-ons und LanguageTool Hilfe: Installation und Nutzung.
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