Archivhinweis vom 13. September 2026: Dieser Beitrag dokumentiert mein damaliges Linux-Projekt auf dem Medion Akoya S2218. Die Hardware, Distributionen und einige der hier verwendeten Workarounds sind heute alt. Insbesondere Gerätenamen wie /dev/mmcblk... und Befehle mit dd dürfen niemals ungeprüft übernommen werden – ein falsches Zielgerät kann Daten vollständig überschreiben.
Ich hatte damals ein kleines Projekt: Linux auf einem Medion Akoya S2218, auf dem Windows 10 für meinen Geschmack ziemlich zäh lief. Das Gerät war wegen seiner ungewöhnlichen Kombination aus 64-Bit-Prozessor und 32-Bit-UEFI nicht gerade der unkomplizierteste Linux-Kandidat.
Genau deshalb lasse ich den Beitrag online. Er ist weniger eine aktuelle Installationsanleitung als ein Stück meiner eigenen Linux-Bastelei und zeigt ganz gut, womit man sich bei solcher Spezialhardware beschäftigen musste.
Das eigentliche Problem: 32-Bit-UEFI
Für den Start eines 64-Bit-Linux-Systems brauchte das Gerät damals zusätzlich eine bootia32.efi. Diese Datei musste auf dem Installationsmedium im Verzeichnis /EFI/BOOT liegen. Anschließend ließ sich der USB-Stick über das UEFI-Bootmenü starten.
Ob dieser Weg mit einer heutigen Distribution überhaupt noch nötig oder sinnvoll ist, hängt stark vom verwendeten Image ab. Wer das Gerät heute neu aufsetzen möchte, sollte deshalb zuerst prüfen, welche Distribution das S2218 beziehungsweise 32-Bit-UEFI noch unterstützt.
Windows sichern, bevor Linux auf die eMMC kommt
Bevor ich die vorhandenen Partitionen gelöscht habe, habe ich die Windows-Installation als Image gesichert. Damals habe ich dafür dd verwendet.
Hier ist besondere Vorsicht nötig: Die Gerätenamen aus meiner damaligen Installation sind keine Vorlage für ein anderes System. Vor jeder Arbeit an Datenträgern muss man mit Werkzeugen wie lsblk oder fdisk -l selbst feststellen, welches Gerät Quelle und welches Ziel ist.
Wer sich mit dd nicht sicher fühlt, ist mit einem Imaging-Werkzeug wie Clonezilla meist besser bedient. Ein Tippfehler bei dd kann eine komplette Platte überschreiben.
Installation und die damaligen Hardwareprobleme
Nach dem Booten des Live-Systems ließ sich Linux grundsätzlich installieren. Die eigentliche Herausforderung kam danach: Bluetooth und vor allem der Sound funktionierten auf dem S2218 nicht ohne Weiteres.
Ich hatte damals einen Workaround mit alten ALSA-UCM-Dateien und einer speziellen Konfiguration für den Audiotreiber ausprobiert. Diese Befehle lasse ich heute bewusst nicht mehr als aktuelle Copy-&-Paste-Lösung stehen. Die damaligen Repositories und ALSA-Strukturen entsprechen nicht zwangsläufig heutigen Distributionen.
Was ich aus dem Projekt mitgenommen habe
Solche Geräte sind ein gutes Beispiel dafür, warum „Linux läuft auf alter Hardware“ zwar oft stimmt, aber nicht automatisch bedeutet, dass jede einzelne Komponente sofort funktioniert. Besonders exotische UEFI-Varianten, eMMC-Speicher, WLAN-/Bluetooth-Chips und Audio-Codecs können einiges an Recherche verlangen.
Trotzdem war das Projekt für mich damals spannend. Genau deshalb bleibt der Artikel als Archiv bestehen – nur eben nicht mehr mit dem Eindruck, man könne die damaligen Befehle Jahre später ungeprüft übernehmen.
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