Überarbeitet am 9. September 2026.
Dieser Artikel stammt ursprünglich aus dem Jahr 2022 und handelte davon, dass youtube-dl ein neues Entwicklerteam bekommen hatte. Vier Jahre später würde ich das Thema anders angehen: Für meinen Alltag ist heute yt-dlp die deutlich interessantere Wahl.
Das Projekt wird sehr aktiv gepflegt. Allein 2026 gab es mehrere Releases; zum Zeitpunkt dieser Überarbeitung ist 2026.08.19 die aktuelle stabile Veröffentlichung.
Was ist yt-dlp?
yt-dlp entstand als Fork von youtube-dl und unterstützt sehr viele Video- und Audio-Plattformen. Neben dem eigentlichen Download kann das Tool Metadaten verarbeiten, Formate auswählen, Untertitel speichern oder FFmpeg für Nachbearbeitung verwenden.
Wichtig dabei: Nur weil ein technischer Download möglich ist, bedeutet das nicht automatisch, dass man jeden Inhalt herunterladen oder weiterverwenden darf. Nutzungsbedingungen, Urheberrecht und Rechte am jeweiligen Inhalt gelten natürlich weiterhin.
Installation unter Linux
Eine einfache Möglichkeit ist das offizielle Release-Binary im eigenen Benutzerverzeichnis. Zuerst stellen wir sicher, dass ~/.local/bin existiert:
mkdir -p ~/.local/bin
Danach laden wir die aktuelle Version direkt aus dem offiziellen Release-Bereich:
curl -L https://github.com/yt-dlp/yt-dlp/releases/latest/download/yt-dlp -o ~/.local/bin/yt-dlp
chmod a+rx ~/.local/bin/yt-dlp
Falls ~/.local/bin noch nicht im PATH liegt, kann man es beispielsweise in der Shell-Konfiguration ergänzen:
export PATH="$HOME/.local/bin:$PATH"
Anschließend testen:
yt-dlp --version
FFmpeg mitinstallieren
Für viele Funktionen ist FFmpeg sehr sinnvoll, etwa wenn getrennte Audio- und Videospuren zusammengeführt oder Medien konvertiert werden müssen.
Unter Debian und Ubuntu:
sudo apt update
sudo apt install ffmpeg
yt-dlp aktualisieren
Bei der offiziellen Binary geht das bequem mit:
yt-dlp -U
Gerade bei Plattformen, die häufig ihre Webseiten oder Schnittstellen ändern, sind aktuelle Versionen wichtig. Ein Problem, das heute auftaucht, kann mit dem nächsten yt-dlp-Release schon wieder behoben sein.
Ein paar harmlose Beispiele
Informationen zu einem unterstützten Link anzeigen, ohne direkt etwas herunterzuladen:
yt-dlp --dump-json 'URL'
Verfügbare Formate anzeigen:
yt-dlp -F 'URL'
Die Hilfe ist inzwischen ziemlich umfangreich:
yt-dlp --help
Damit kann man sich die passenden Optionen für den eigenen, rechtmäßigen Anwendungsfall heraussuchen, ohne irgendwelche veralteten Copy-and-Paste-Kommandos aus alten Blogposts zu übernehmen.
Warum ich youtube-dl heute nicht mehr als Hauptempfehlung nehmen würde
youtube-dl war lange der Klassiker und hat sehr viel für dieses Ökosystem getan. In der Praxis ist yt-dlp aber inzwischen das deutlich schneller weiterentwickelte Projekt. Neue Plattformänderungen, Fehlerbehebungen und Funktionen landen dort regelmäßig.
Im Juli 2026 hat das Projekt außerdem die empfohlene Python-Version auf 3.11 angehoben. Wer die offiziellen fertigen Binaries nutzt, muss sich um die Python-Abhängigkeiten in vielen Fällen gar nicht selbst kümmern.
Fazit
Aus meinem alten Artikel über ein neues youtube-dl-Entwicklerteam ist damit eher eine Empfehlung zum Umstieg geworden. Wenn ich 2026 ein Kommandozeilenwerkzeug für unterstützte Medienquellen brauche, würde ich mit yt-dlp anfangen – und es regelmäßig aktuell halten.
Quelle: yt-dlp auf GitHub und die offizielle Installationsanleitung.
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