Meine Musiksammlung liegt schon seit Ewigkeiten in meiner Nextcloud. Trotzdem wechsle ich zwischendurch immer wieder zu kommerziellen Streamingdiensten wie Spotify oder Deezer. Aktuell bin ich mal wieder bei Deezer gelandet.
Dabei habe ich meine eigene Musik ja längst als MP3-Dateien in der Cloud liegen. Das Problem war bisher eher die Organisation. Die Sammlung bestand aus vielen einzelnen Songs, die irgendwie wild durcheinanderlagen. Mit Nextcloud Music habe ich es nie so richtig hinbekommen, daraus vernünftige Alben und Playlisten zu machen.
Natürlich hätte ich auch einfach meine komplette MP3-Sammlung auf den Rechner herunterladen, die Tags dort beispielsweise mithilfe von MusicBrainz bearbeiten und anschließend alles wieder in die Nextcloud hochladen können. Aber ganz ehrlich, das wäre mir schlichtweg zu umständlich gewesen. Ich wollte das Ganze direkt in der Cloud erledigen, ohne die Dateien erst herunterladen, bearbeiten und wieder hochladen zu müssen.
Über meine Musiksammlung in der Cloud ohne Abo hatte ich ja schon einmal geschrieben. Was mir damals noch fehlte, war eine einfache Möglichkeit, die vorhandenen MP3-Dateien ordentlich zu organisieren.
MP3 Sammlung mit dem Music Curator taggen
Mit meiner App Music Curator habe ich jetzt die Möglichkeit, meine vorhandene MP3-Sammlung in Alben und Playlisten zu organisieren und die Dateien so vorzubereiten, dass auch Nextcloud Music mit dieser Ordnung etwas anfangen kann.
Die eigentliche Aufgabe der App ist recht einfach erklärt: Sie durchsucht einzelne Songs, Alben oder ganze Playlisten nach fehlenden beziehungsweise unvollständigen Metadaten.
Dafür werden externe Datenquellen wie MusicBrainz, Discogs oder Last.fm abgefragt und die gefundenen Informationen mit den vorhandenen ID3-Tags der MP3-Dateien abgeglichen.
Fehlen bestimmte Angaben, können diese auf Wunsch ergänzt werden. Die App fragt also nach, bevor entsprechende Änderungen an den Dateien vorgenommen werden.
Dazu gehören beispielsweise der Künstler, das Album, das Erscheinungsdatum, das Cover und natürlich auch die Titelnummer.
Endlich etwas Ordnung in der Musiksammlung
Gerade die Titelnummern waren für mich ein wichtiger Punkt. Bisher wurden viele meiner MP3-Dateien einfach als einzelne Singles behandelt. Eine vernünftige Reihenfolge innerhalb eines Albums oder einer Playlist war damit nicht immer gegeben.
Mit dem Musiccurator lassen sich die Musikstücke entsprechend nummerieren und die Informationen direkt in den ID3-Tags hinterlegen.
Damit hat anschließend auch Nextcloud Music eine deutlich bessere Grundlage, um die Sammlung vernünftig darzustellen.
Kurzum: Der Musikkurator soll aus einer mehr oder weniger ungeordneten Sammlung einzelner MP3-Dateien wieder eine brauchbare Musikbibliothek machen.
Funktional und mittlerweile auch ansehnlich
Mir war wichtig, dass die App nicht unnötig kompliziert wird. Ich möchte meine Musik auswählen, die vorhandenen Informationen abgleichen lassen und anschließend selbst entscheiden, welche Änderungen übernommen werden.
Auch optisch finde ich die App inzwischen ganz ansehnlich. Natürlich gibt es immer Dinge, die man noch verbessern oder ergänzen kann. Aber die grundlegenden Funktionen sind vorhanden, und genau darum ging es mir zunächst.
Einen ersten Beitrag über Music Curator für Nextcloud hatte ich bereits veröffentlicht.
Ich hoffe jedenfalls, dass auch andere Nutzer mit der App etwas anfangen können und damit vielleicht ein ähnliches Problem lösen, wie ich es mit meiner eigenen Musiksammlung hatte.
Über Feedback würde ich mich natürlich freuen. Vielleicht habt ihr ja noch Ideen, was man verbessern oder ergänzen könnte. Oder ihr habt selbst eine größere MP3-Sammlung in Nextcloud liegen und kennt das Problem mit den fehlenden Tags und der etwas chaotischen Sortierung.
Mich würde interessieren, wie ihr eure Musik organisiert und ob so ein Musikkurator für euch ebenfalls hilfreich wäre. Was haltet ihr von dieser App?
Quellen

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