Überarbeitet am 8. September 2026.

RSS gehört für mich immer noch zu den angenehmsten Wegen, Nachrichten und Blogs zu verfolgen. Keine fünfzig einzelnen Apps, keine algorithmische Timeline – ich entscheide selbst, welche Quellen ich lesen möchte.

Wenn sowieso eine eigene Nextcloud läuft, liegt es nahe, die Feed-Abos dort zentral zu speichern. Genau dafür gibt es die App Nextcloud News. Die wird auch 2026 aktiv gepflegt und bietet neben der Weboberfläche eine API, über die externe Reader die Feeds, gelesenen Artikel und Markierungen synchronisieren können.

Wer noch einen allgemeinen Überblick über die Möglichkeiten der Plattform sucht: Was bietet Nextcloud 2026?

Nextcloud News installieren

Die App lässt sich direkt über den Nextcloud App Store installieren. Danach erscheint News in der App-Leiste und Feeds können über ihre RSS- oder Atom-Adresse hinzugefügt werden.

Die eigentliche Stärke ist für mich aber die Synchronisierung mit externen Readern. Dadurch bleibt Nextcloud die zentrale Datenbasis, während ich auf jedem Gerät die Oberfläche nutzen kann, die mir am besten gefällt.

Desktop: RSS Guard

Für Windows, Linux und macOS ist RSS Guard weiterhin eine der interessantesten Optionen. Die offizielle Nextcloud-News-Dokumentation führt RSS Guard als empfohlenen Desktop-Client.

Damit bekommt man einen klassischen Desktop-Feedreader, während gelesene Artikel und Abos mit Nextcloud News synchronisiert werden.

iPhone und Mac: Fiery Feeds

Mein alter Artikel drehte sich fast ausschließlich um Fiery Feeds. Die App existiert weiterhin und wird auch in der aktuellen Client-Liste von Nextcloud News für iOS und macOS aufgeführt.

Ich würde den Artikel heute aber nicht mehr auf genau eine App reduzieren. Der große Vorteil von Nextcloud News ist ja gerade, dass der Server unabhängig vom verwendeten Reader bleibt.

Android: Nextcloud News Reader und Readrops

Unter Android ist die Auswahl größer. Die Nextcloud-News-Dokumentation empfiehlt den Nextcloud News Reader und führt zusätzlich Readrops als kompatiblen Sync-Client auf.

Linux-Terminal: Newsboat

Wer viel im Terminal arbeitet, kann sogar Newsboat verwenden. Auch dieser Client wird von der Nextcloud-News-Dokumentation gelistet. Das ist vielleicht etwas nerdiger, aber genau solche Möglichkeiten mag ich an offenen Schnittstellen.

Weitere Desktop-Clients

Neben RSS Guard nennt die aktuelle Dokumentation unter anderem Fluent Reader, Communique und NewsFlash. Wichtig ist immer, dass der Client ausdrücklich die Nextcloud-News-API unterstützt – ein beliebiger RSS-Reader kann nicht automatisch mit der eigenen Nextcloud synchronisieren.

Warum überhaupt über Nextcloud synchronisieren?

  • Feed-Abos liegen zentral auf dem eigenen Server.
  • Gelesen/Ungelesen wird zwischen Geräten synchronisiert.
  • Markierte Artikel bleiben überall gleich.
  • Man kann den Client wechseln, ohne die komplette Feed-Sammlung neu aufzubauen.
  • Die Feeds lassen sich direkt im Browser lesen, wenn gerade kein Client vorhanden ist.

Updates der Feeds müssen zuverlässig laufen

Nextcloud News aktualisiert Feeds im Hintergrund. Damit das zuverlässig funktioniert, sollte eine produktive Nextcloud generell mit echten Cronjobs betrieben werden und nicht nur auf AJAX-Aufrufe im Browser angewiesen sein.

Wenn sehr viele Feeds hinzukommen, lohnt es sich außerdem, die Datenbank- und Cache-Konfiguration im Blick zu behalten. Dazu passt meine Anleitung Nextcloud mit Redis und APCu beschleunigen.

Mein Fazit

Meine Empfehlung ist heute weniger „nimm genau diesen einen Reader“ als früher. Ich würde Nextcloud News als zentrale Basis verwenden und anschließend pro Gerät den Client auswählen, der am besten passt. Genau dafür ist die offene API gedacht.

Aktuelle kompatible Programme findest du in der offiziellen Client-Liste von Nextcloud News.