Überarbeitet am 13. September 2026.
Diese Anleitung ist schon einige Jahre alt. Die Grundidee ist aber weiterhin aktuell: Pi-hole lässt sich auch 2026 problemlos nativ auf einem kleinen Linux-Rechner betreiben. Das muss kein Raspberry Pi sein. Auch ein Odroid, ein Mini-PC oder ein kleiner Debian-/Ubuntu-Server funktioniert, solange das Betriebssystem von Pi-hole unterstützt wird.
Pi-hole arbeitet als DNS-Filter für das gesamte Heimnetz. Statt auf jedem Browser einen Werbeblocker zu installieren, beantwortet Pi-hole Anfragen zu bekannten Werbe- und Tracking-Domains gar nicht erst. Das ersetzt allerdings keinen Browser-Adblocker in allen Fällen.
Was du vorher brauchst
- ein aktuell unterstütztes Linux, zum Beispiel Debian, Ubuntu, Raspberry Pi OS oder Armbian
- eine feste beziehungsweise im Router reservierte IP-Adresse für den Pi-hole-Rechner
- Zugriff per Terminal oder SSH
- mindestens rund 2 GB freien Speicher
Pi-hole installieren
Der offizielle Einzeiler mit curl ... | bash existiert weiterhin. Ich bevorzuge inzwischen aber den transparenteren Weg: Installer erst herunterladen, ansehen und dann ausführen.
sudo apt update
sudo apt upgrade -y
wget -O basic-install.sh https://install.pi-hole.net
less basic-install.sh
sudo bash basic-install.shDer Assistent fragt unter anderem nach Netzwerkschnittstelle, Upstream-DNS und Protokollierung. Welche Upstream-DNS-Server sinnvoll sind, hängt vom eigenen Anspruch ab.
Pi-hole im Router als DNS-Server eintragen
Damit möglichst das gesamte Netz Pi-hole verwendet, trägst du die lokale IP des Pi-hole-Servers als DNS-Server im Router ein.
Wichtig: Mein alter Tipp, als zweiten DNS beispielsweise Google oder einen anderen öffentlichen Resolver einzutragen, war keine gute Idee. Viele Clients behandeln den zweiten DNS nicht als reinen Notfallserver, sondern verwenden ihn ebenfalls. Dadurch können Anfragen an Pi-hole vorbeigehen.
Wenn dir Ausfallsicherheit wichtig ist, ist ein zweiter eigener Pi-hole im Netz die sauberere Lösung.
Funktion prüfen
nslookup example.orgDie Anfrage sollte anschließend im Query Log von Pi-hole auftauchen. Tut sie das nicht, verwendet der Client wahrscheinlich noch einen anderen DNS-Server, DNS-over-HTTPS oder einen VPN-Dienst mit eigener Namensauflösung.
Nativ oder Docker?
Für einen kleinen Rechner, der praktisch nur DNS-Filter spielen soll, finde ich die native Installation weiterhin angenehm. Auf einem Server, auf dem ohnehin mehrere Container laufen, würde ich dagegen eher Docker Compose verwenden.
Dazu habe ich eine eigene aktuelle Anleitung: Pi-hole v6 mit Docker Compose installieren.
Unterm Strich ist Pi-hole auch 2026 noch ein ziemlich simples Selfhosting-Projekt mit großem Effekt. Man sollte nur nicht mehr blind Konfigurationsbeispiele aus alten Pi-hole-Versionen übernehmen.
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