Jul
20
2021
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Cell-Broadcasting in der Diskussion – Frechheit der Telekom

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Wir kennen die berechtigten Diskussionen in den sozialen Medien und Nachrichtenportalen über eine sinnvolle und effektive Möglichkeit Menschen in einem bestimmten Bereich des Landes vor einer Gefahr schnell zu warnen.

Sirenen und das Cell Broadcasting sind zwei effektive Möglichkeiten dies umzusetzen ohne auf das Internet und Mobilfunknetz zurück greifen zu müssen.

Leider wurden in den letzten beiden Jahrzehnten immer mehr Sirenen abgebaut, weil es für BOS Behörden immer mehr digitale Alarmierungsmöglichkeiten gab.

Meist nur in den ländlichen Regionen sind diese geblieben und werden einmal im Monat getestet.

Damit fällt diese Möglichkeit fast weg. Bleibt noch das Cell Broadcasting.

Dabei kann ein Netzbetreiber alle Teilnehmer in einer Mobilfunkzelle gleichzeitig informieren. Dies wird bereits erfolgreich in den USA für die Vermisstensuche und für die Tornadowarnung eingesetzt.

Hier müsste dies auch möglich sein. Ein Telekom Sprecher im ARD Interview sagte folgendes:“Wir sind Partner der öffentlichen Hand und unterstützen dabei gern. Hierzu braucht es klare Anforderungen und Investitionen.“

Dies finde ich persönlich als riesen Frechheit. Denn dieser Dienst wird seit 1999 von asiatischen, amerikanischen und europäischen Netzbetreibern eingesetzt. In Deutschland ist die Funktion nicht bei allen Betreibern aktiviert, aber praktisch alle Handys und Smartphones unterstützen Cell Broadcast.

Entwickelt wird Cell Broadcast vom GSM-Komitee der ETSI und 3GPP und ist Bestandteil der 2G-, 3G-, 4G- und 5G-Mobilfunkstandards (Spezifikation 3GPP TS 23.041).

Damit wäre das System quasi Startbereit wird nur nicht genutzt. Aus welchem Grund auch immer.

Wie man auf Wikipedia nachlesen kann wird dieser Dienst teilweise für Tarifinformationen genutzt.

Bleibt zu hoffen das etwas von Regierungsseite kommt und es die Netzbetreiber wieder einführen müssen. Denn was bringt die beste Warn App des Bundes, wenn im betroffenen Gebiet kein Internet und Strom gibt. Dann sind die Apps nämlich nutzlos.

Der Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit schreibt auf Mastodon dazu.

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