Wo tauchen meine Daten auf? Meine wöchentliche Suche mit ChatGPT Work

Ich wollte wissen, wo mein Name und meine Anschrift im Internet auftauchen. Also habe ich ChatGPT Work mit einer Recherche beauftragt. Dabei ging es mir vor allem um Einträge auf fremden Seiten, die ich dort nicht haben möchte. Meine eigenen Blogs sollen natürlich weiterhin gefunden werden.

Praktisch fand ich dann die Möglichkeit, daraus eine wöchentliche Aufgabe zu machen. Einmal nach dem eigenen Namen suchen ist schnell erledigt. Später noch einmal nachsehen, ob ein unerwünschter Eintrag wirklich verschwunden ist, gerät dagegen leicht in Vergessenheit.

Was gefunden wird, muss auch zu mir gehören

Bei der ersten Recherche tauchte unter anderem ein Eintrag in einem Datenverzeichnis auf. Genau solche Fundstellen wollte ich sehen: eine konkrete Seite und eine Erklärung, welche Angaben dort stehen. Eine allgemeine Antwort, dass persönliche Daten häufig im Internet zu finden seien, hätte mir wenig gebracht.

Mit meinem Namen allein kommt man allerdings nicht weit. Es gibt reichlich Namensvetter. Der Abgleich mit Ort oder weiteren bereits bekannten Angaben gehört deshalb dazu. Unsichere Treffer sollen als unsicher gekennzeichnet bleiben. Ich möchte schließlich wissen, wo meine Daten stehen, und keine Sammlung fremder Personen bekommen.

Dass Kontaktdaten auch über andere Dienste nach außen gelangen können, hatte ich schon bei meinem Beitrag über das Pi-hole-Datenleck beschrieben. Die jetzige Suche konzentriert sich auf öffentlich erreichbare Seiten und Suchtreffer. Sie ist keine vollständige Prüfung auf Datenlecks.

Die Ausnahmen machen die Suche erst brauchbar

Meine beiden Blogs sind ausdrücklich gewollt. Dazu gehören auch die dort veröffentlichten Kontaktinformationen und die zugehörigen Suchtreffer. Würde die Aufgabe diese jede Woche wieder als Problem melden, wäre mir damit nicht geholfen. Kopiert eine fremde Seite solche Angaben, soll sie dagegen weiterhin geprüft werden.

Bei Fulda.social ist meine Anschrift inzwischen an der Quelle entfernt, weil ich dort nicht mehr verantwortlich bin. Die Aufgabe soll diesen Punkt deshalb nicht länger als offenen Eintrag behandeln. Interessant bleiben mögliche alte Angaben in Suchergebnissen oder der Fall, dass die Daten erneut auftauchen.

Ein verschwundener Suchtreffer und eine bereinigte Ursprungsseite sind eben zwei unterschiedliche Dinge. Für meine Kontrolle möchte ich möglichst beides auseinanderhalten. Lässt sich eine Seite gerade nicht aufrufen, ist damit noch keine Löschung bestätigt.

Einmal einrichten, jede Woche nachsehen

Meine bestehende Aufgabe prüft wöchentlich die bekannten unerwünschten Fundstellen und hält nach weiteren passenden Treffern Ausschau. Sie soll den vorherigen Stand berücksichtigen und mich nur auf Änderungen aufmerksam machen: Ein Eintrag ist verschwunden, verändert worden oder neu hinzugekommen. Die betreffenden URLs gehören zur Meldung, meine privaten Angaben müssen darin nicht jedes Mal ausgeschrieben werden.

Wer das nachbauen möchte, kann zuerst eine einzelne Suche ausprobieren und die Ergebnisse prüfen. Danach lässt sich daraus eine wiederkehrende Aufgabe machen. OpenAI beschreibt das Einrichten und Verwalten in der Dokumentation zu geplanten Aufgaben. In meinem Beispiel bleiben die persönlichen Suchangaben Platzhalter:

„Prüfe einmal pro Woche öffentlich auffindbare Treffer zu [Name] und [Ort] sowie die bereits bekannten unerwünschten Einträge. Gleiche sie mit dem bisherigen Stand ab. Meine ausdrücklich genannten eigenen Seiten sind gewollt. Melde neue, veränderte oder verschwundene unerwünschte Treffer mit Quellenlink. Kennzeichne unsichere Zuordnungen und schreibe private Kontaktdaten nicht unnötig aus.“

Nach dem Einrichten würde ich im Aufgabenbereich kontrollieren, ob die Aufgabe tatsächlich aktiv ist und der Wochenrhythmus stimmt. Auch die ersten Ergebnisse würde ich ansehen. Eine ungenaue Vorgabe wird durch regelmäßiges Ausführen schließlich nicht besser.

Mir nimmt das vor allem die wiederholte Nachsuche ab. Welche Fundstelle ich beanstande und ob ich den Betreiber kontaktiere, entscheide ich selbst. Eine Garantie, dass jede Kopie meiner Daten gefunden wird, ist das nicht. Aber als regelmäßiger Blick auf die bekannten Baustellen finde ich es ausgesprochen nützlich.

Artikelbild: Markus Winkler / Unsplash.

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