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089 Kompetenzzentrum 10 Jahre man2

LANDKREIS FULDA.  Im Leben junger Menschen läuft nicht immer alles rund. Im Rückblick kann fast jeder Erwachsene von schwierigen Phasen, kleineren Ausrutschern oder auch schwerwiegenderen Belastungen in der Schulzeit erzählen. Manche Schwierigkeit der Kinder- und Jugendzeit „verwächst“ sich. Für gewichtigere Krisen jedoch haben Familien im Landkreis Fulda einen speziellen Anlaufpunkt: das Kompetenzzentrum für Sprache und Erziehung. Es gilt in seiner Größe und Struktur als einzigartig in Hessen. Zum zehnjährigen Bestehen lädt es am 15. Juli zu einer Feier ein.

Der Grundstein des Kompetenzzentrums ist bereits viel früher gelegt worden. Schon im Jahr 2004 knüpften Landkreis und Stadt Fulda gemeinsam mit dem Staatlichen Schulamt ein Netzwerk für Erziehungshilfe, um Schülerinnen und Schülern mit diversen Problemlagen durch Förderschullehrkräfte und sozialpädagogische Fachkräfte vor allem im häuslichen Rahmen zu unterstützen. Im Jahr 2008 folgte dann die Einrichtung der ersten Auszeitklasse mit zunächst sechs Kindern.

Der Bau des Kompetenzzentrums für Sprache und Erziehung in Petersberg im Jahr 2011 markierte den Ausbau der Kooperation mit den Partnern Landkreis Fulda, Stadt Fulda und  Staatliches Schulamt. Organisatorisch wurde das Zentrum an die Johannes-Hack-Schule angegliedert. Mit diesem Schritt wurde sowohl das ambulante Beratungsangebot des Netzwerks erweitert als auch das Konzept Auszeitklasse. Die Förderschullehrkräfte und die sozialpädagogischen Fachkräfte des Netzwerkes für Erziehungshilfe beraten Eltern und Lehrkräfte in den Schulen von Stadt und Landkreis bei Problemen in der Schule, aber auch im häuslichen Bereich. Aktuell werden auf diese Weise 470 Kinder ambulant betreut.
28 Kinder werden im Kompetenzzentrum derzeit in vier Auszeit- und Durchgangsklassen unterrichtet. Die Idee dahinter ist genau jene, die der Begriff vermuten lässt: Schülerinnen und Schüler mit unterschiedlichen Problemen emotionaler oder sozialer Natur erhalten quasi eine Auszeit. Sie wechseln auf Zeit von ihren ursprünglichen Schulen ins Kompetenzzentrum. In erster Linie geht es dabei um die Entspannung belasteter Situationen, um eine ausdifferenzierte Diagnostik, eine intensive Förderung und um eine Vermittlung von Kompetenzen im emotionalen und sozialen Bereich.

Kinder bis zur achten Klasse, die deutliche Probleme zeigen, zum Beispiel Regeln einzuhalten, Gefühle zu kontrollieren oder in der Interaktion mit anderen Schwierigkeiten haben, werden in Absprache mit den Eltern von der Stammschule dem Kompetenzzentrum gemeldet. Wechselt das Kind in eine Auszeitklasse, wird es dort unterrichtet und eng begleitet von einem Tandem aus Förderschullehrkräften und sozialpädagogischen Fachkräften, das gemeinsam die individuelle Unterstützung für die schulische und häusliche Förderung plant. Überdies erhält das Kind ein regelmäßiges Kompetenztraining im sozial-emotionalen Bereich. Nach 12 oder längstens 16 Wochen wechselt das Kind zurück an seine Stammschule – ein gestärkter Wiedereinstieg, der meist gelingt.

Falls die Auszeitphase nicht ausreichend ist und der Förderbedarf weiterhin besteht, hat das Kind die Möglichkeit, für maximal zwei Jahre am Kompetenzzentrum zu bleiben und dort eine sogenannte Durchgangsklasse zu besuchen. Die Schülerinnen und Schüler dann nach den Lehrplänen der von ihnen ursprünglich besuchten Schulform unterrichtet.  „Manchmal brauchen Kinder einfach etwas länger, bis die Maßnahmen fruchten. Aber wir haben eine hohe Erfolgsquote“, sagt Christian Koch, Sachgebietsleiter und Koordinator für Jugendhilfe bei

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veröffentlicht am July 13, 2022 at 01:11PM
Pressemitteilung viaLandkreis Fulda

Zum nachlesen: https://ift.tt/Nu8vyCT

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Von Lars Müller

Blogger und Fachangestellter für Bäderbetriebe. Fliege in meiner Freizeit mit einer Drohne umher. Absolut interessiert in Sachen Linux, Windows, Serverhosting.

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