Über Nextcloud hatte ich hier zuletzt schon in meinem Beitrag Nextcloud Hub 26 Winter ist da: Hinter 33.0.0 steckt mehr als nur ein kleines Update geschrieben. Genau deshalb passt mein neues Projekt so gut hierher: Ich möchte eine Funktion zurückholen, die für mich immer ziemlich praktisch war – Dinge direkt aus dem Netz in die eigene Cloud laden.
Nextcloud ist heute längst mehr als nur ein Dateispeicher. Die Plattform wird durch Apps erweitert, und genau das macht sie für Self-Hosting-Fans und Einsteiger so spannend. Heise.de beschreibt Nextcloud inzwischen als persönliche Cloud, die sich mit Apps zur kleinen Schaltzentrale ausbauen lässt, und c’t ordnet sie klar als Open-Source-Alternative zu Microsoft 365, Dropbox und Google Workspace ein.

Warum aus NcDownloader jetzt Net Loader wird
Der alte Name NcDownloader war funktional, aber Net Loader beschreibt für mich besser, worum es eigentlich geht. Du fügst einen Link aus dem Netz ein, wählst den Zielordner in deiner Cloud und der Download läuft direkt auf dem Server. Genau dieses direkte “aus dem Web in die Cloud” macht das Tool so charmant.
NcDownloader selbst wird seit rund zwei Jahren nicht mehr weiterentwickelt. Ich möchte diese Idee deshalb nicht einfach sterben lassen, sondern auf Basis des ursprünglichen NcDownloader-Projekts sinnvoll weiterführen. Es geht mir nicht darum, irgendetwas komplett neu zu erfinden. Ich will eine nützliche Funktion zurückholen, die in eine selbst gehostete Nextcloud einfach gut hineinpasst.

Was ich bisher schon geändert habe
Ich habe in meinem Fork bereits einige Fehler behoben, veraltete npm-Pakete aktualisiert und die App fit für PHP 8.4 gemacht. Gerade solche Baustellen sieht man von außen oft kaum, aber genau sie entscheiden darüber, ob ein Projekt im Alltag noch benutzbar ist oder langsam auseinanderfällt.
Dazu kommt die Oberfläche. Die App soll sich nicht wie ein Fremdkörper anfühlen, sondern näher an das eigentliche Nextcloud-Design rücken. Genau da habe ich bereits Hand angelegt. Die Bedienung wirkt für mich inzwischen stimmiger, aufgeräumter und alltagstauglicher. Ich habe das selbst getestet, denn am Ende bringt die beste Idee nichts, wenn man sich schon beim ersten Klick fragt, wo eigentlich der Zielordner steckt.
Wer meine Beiträge zu E-Mail-Postfach mit KI aufräumen oder zu Immich Foto Suite Update v1.136.0 kennt, weiß: Ich mag Software, die praktisch hilft und nicht nur auf dem Papier gut aussieht. Genau in diese Richtung soll Net Loader gehen.
Ich suche Mithelfer – und noch den Weg in den offiziellen App-Status
Ganz fertig bin ich mit der Reise noch nicht. Ich muss mir erst anschauen, wie ich das Projekt unter dem Namen Net Loader sauber in eine offizielle Nextcloud-App verwandle. Da ist noch einiges offen, von Paketierung bis Verteilung. Genau deshalb freue ich mich über Leute, die mitdenken, testen oder mitschrauben wollen.
Wenn du also Lust auf Open Source, Self-Hosting und praktische Helfer für den Alltag hast, schau gern auch in meine Rubrik Self hosting oder in meinen Beitrag Unplug Trump: So reduziere ich meine Abhängigkeit von US-Diensten. Net Loader passt für mich genau in diese Richtung: weniger Abhängigkeit, mehr Kontrolle und ein kleines Stück Komfort zurück in die eigene Cloud.