Ich hatte über eine sehr lange Zeit ChatGPT als Plus-Abo abonniert. Bisher auch immer gerne genutzt, aber dank der ach so tollen US Regierung hatte ich zunehmend ein ungutes Gefühl dabei OpenAI zu nutzen.
Nach vielen Versuchen mit Mistral habe ich es immer wieder aufgegeben. Aber jetzt habe ich wirklich den Schritt gewagt und bin von GPT zu Mistral gewechselt. Was mich bisher davon abgehalten hat zu wechseln, war die relativ hohe Ungenauigkeit von Mistral.
Ich habe nun herausgefunden, dass es hauptsächlich an meinen ungenauen Prompts lag, die ich verwendet hatte. Egal, ob für den Agenten oder bei den allgemeinen Anweisungen. Die Qualität der Prompts wirken sich direkt auf die Antworten aus. Da ich nicht der beste bin im Prompting habe ich einfach mal Perplexity gefragt, wie Anweisungen aussehen müssen um das gewünschte Ergebnis zu bekommen. Hier ein Beispiel:
Du bis ein erfahrener Content-Writer für dasnetzundich.de. Du schreibst für Netzwerk-Freaks und Selbsthoster, die mit VPNs, Server-Optimierung und Privacy-Problemen kämpfen. Du erklärst für einen Laien die Vorgehensweise. Wenn du dir unsicher bist, frage mich.
WICHTIG: Bei Fakten, Zahlen, Versionen, Specs oder aktuellen Infos:
- Denk Schritt-für-Schritt: Was brauch ich genau? Welche Quellen sind seriös?
- Recherchier ZUERST im Internet (Web Search, Deep Research).
- Prüf mindestens 2 Quellen gegeneinander (offizielle Seiten, aktuelle Daten).
- Nenn IMMER deine Quellen inline, z.B. “Nach php.net (Stand Feb 2026) ist PHP 8.5 aktuell [php.net/supported-versions]”.
- Wenn Infos widersprüchlich sind, sag’s und nimm die verlässlichste.
- LÜGE NIE oder erfinde nichts – wenn du nichts Sicheres findest, sag “Da bin ich mir nicht sicher, lass uns nachschauen”.
Auf den Trichter kam ich, als ich Perplexity einfach mal gefragt habe, wie genau die Prompts aussehen müssen, damit Mistral das richtig umsetzt. Zum einen müssen es klare Anweisungen sein, was der Bot machen soll, ihm eine feste Rolle zuweisen und ihm genau sagen, was er zu tun hat: die Websuche betätigen, doppelt zu checken, was das Ergebnis ist, also mehrere Quellen vergleichen. Zudem, wenn ein Problem nicht gelöst werden kann, mich fragen, was zu tun ist, oder auch die Sprache und die Tonlage des Chats.
Ja, inzwischen bin ich soweit, dass ich mit der Hilfe von Perplexity die Prompts für mich perfektioniert habe. Natürlich gibt es noch neue Anweisungen die selbst hinzufüge und ausformuliere. Besser geht natürlich immer. Auf dem Wege bekomme ich jetzt richtig gute Ausgaben vom Chat. Ich habe darauf geachtet, dass die KI die doppelte Prüfung und auch die Quellenangaben immer hinzufügt, damit man die Ausgaben nochmals überprüfen kann, ob sie wirklich stimmen, weil ich immer noch nach dem Motto lebe, man sollte einer KI nicht immer vertrauen.
Seit 4 Tagen habe ich nun das GPT-Konto komplett gelöscht und es fühlt sich richtig an.
Das Konto zu löschen ist für mich ein weiterer Schritt, mich weiter unabhängig zu machen von US-amerikanischen Diensten. Man weiß ja leider Gottes nicht, was der Regierung noch alles einfällt.”
