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Von Office 2019 zu Microsoft 365: Meine Erfahrungen nach dem Umstieg im Arbeitsalltag

Bylars

23. Februar 2026 ,

Seit 2017 arbeite ich im selben Unternehmen. Über viele Jahre hinweg war Microsoft Office 2019 unser täglicher Begleiter. Outlook für E-Mails, klassische Office-Programme für Dokumente und Tabellen, alles lokal installiert und ohne größere Überraschungen. Das System war vertraut, stabil und funktionierte zuverlässig.

Im Oktober letzten Jahres erfolgte dann ein größerer Umbruch: Unser Arbeitgeber stellte vollständig auf Microsoft 365 um, da Outlook 2019 seitens Microsoft eingestellt wurde. Statt einer lokal installierten Office-Version arbeiten wir seitdem mit einer cloudbasierten Plattform, bei der Outlook, Teams, Sharepoint und die Office-Anwendungen eng miteinander verzahnt sind. Hier hat mein Arbeitgeber den europäischen Standort gewählt für den Server und auch einige Anwendungen deaktiviert auf Sicherheitsgründen.

Damit folgt unser Unternehmen einem Weg, den viele Firmen nehmen. Moderne Arbeitsplätze setzen zunehmend auf integrierte Plattformen wie Microsoft Office, bei denen E-Mail, Dateien, Termine und Zusammenarbeit zentral organisiert werden und unabhängig vom jeweiligen Gerät verfügbar sind.

Für mich persönlich war das eine interessante Erfahrung, denn privat hatte ich mich bereits vor Jahren bewusst von Windows und dem Microsoft-Ökosystem entfernt.

Microsoft 365 bringt klare Vorteile im Arbeitsalltag

Nach einigen Monaten Nutzung muss ich anerkennen, dass Microsoft 365 viele Abläufe deutlich vereinfacht hat. Termine, E-Mails, Dateien und Kommunikation greifen nahtlos ineinander. Dokumente sind zentral verfügbar, Änderungen werden automatisch synchronisiert, und die Zusammenarbeit im Team funktioniert wesentlich reibungsloser als früher.

Besonders in der täglichen Zusammenarbeit zeigt sich die Stärke der Plattform. Dateien müssen nicht mehr per E-Mail verschickt werden, mehrere Personen können gleichzeitig an Dokumenten arbeiten, und Besprechungen lassen sich direkt aus dem Kalender starten. Viele Dinge, die früher mehrere Schritte erfordert haben, sind heute deutlich einfacher geworden.

Hier nervt mich allerdings, dass man sich manuell bei jedem Office-Produkt separat anmelden muss. Heute (23.02.26) kam eine nervende Sache hinzu. In MS365 in einer Citrix-Umgebung verschwinden Postfächer. Nervt natürlich arg, wenn man fast täglich mit diesen Postfächern arbeiten muss.

Warum ich privat bewusst auf Windows verzichte

Meine persönliche Abkehr von Windows erfolgte bereits einige Jahre vor der Umstellung im Unternehmen. Einer der Hauptgründe war die zunehmende Verlagerung in Richtung Cloud. Viele Funktionen sind heute stark mit Microsoft-Diensten verknüpft, und es wird zunehmend schwieriger, ein System vollständig unabhängig zu betreiben.

Besonders auffällig ist der Zwang zur Nutzung eines Microsoft-Kontos bei der Einrichtung eines neuen Systems. Früher mit Windows 10 konnte man diese Anmeldung noch umgehen, das geht leider nicht mehr.

Auch die Benutzeroberfläche hat sich aus meiner Sicht deutlich zum Negativen verändert. Ich bekomme regelmäßig Ausraster, wenn ich mit Windows arbeiten muss. Die zentrierte Taskleiste und die mit Windows 11 eingeführte Menüführung finde ich störend bei Desktopsystemen mit Maus und Tastatur. Mag sein, dass das Menü praktisch auf Tablets oder ähnlichen Geräten mit Touchdisplay. Viele Funktionen sind nicht mehr dort zu finden, wo man sie über Jahre hinweg gewohnt war. Statt Vereinfachung entsteht für mich eher der Eindruck, dass es mehr verwirrt, als dass es die tägliche Arbeit erleichtert.

Ein weiterer Punkt ist die Telemetrie. Windows übermittelt regelmäßig Diagnosedaten, um das System zu verbessern. Dennoch fühlt sich das System dadurch weniger transparent an als eine klassische Linux-Umgebung, bei der ich genau weiß, welche Komponenten aktiv sind und welche nicht.

Im Unternehmen zählt vor allem die Zusammenarbeit

Im beruflichen Umfeld ist Windows von Vorteil, da die Rechner von der IT-Abteilung besser administriert werden können. Egal ob vor Ort oder Remote.

Microsoft 365 ist auch hier Ideal, die zentrale Verwaltung, die automatischen Updates und die enge Integration der einzelnen Komponenten sorgen dafür, dass die Systeme zuverlässig funktionieren und die Zusammenarbeit effizient abläuft.

Meine Meinung: Zwei Perspektiven auf dieselbe Plattform

Der Wechsel von Office 2019 auf Microsoft 365 war für unser Unternehmen ein notwendiger Schritt. Die vereinfachte Administration, die vereinfachte Arbeit an gemeinsamen Projekten bringen schon Vorteile, aber in Zeiten von Trump und MAGA auch einen faden Beigeschmack. Zumal es dies auch annähernd so gehen würde mit Softwarelösungen wie Collabora Office, Nextcloud, Jitsi und Co.

Für mich bleibt es bei einer klaren Trennung zwischen beruflicher Nutzung und privaten Systemen. Während Microsoft 365 im Arbeitsalltag eine leistungsfähige und praktische Plattform ist, bevorzuge ich privat weiterhin offene Systeme wie Linux, bei denen ich die volle Kontrolle über meine Umgebung habe.

Microsoft Office und Microsoft 365 zeigen, wie stark sich Arbeitsumgebungen in den letzten Jahren verändert haben. Für Unternehmen bietet die Plattform eine moderne und zuverlässige Grundlage für Zusammenarbeit, auch wenn die persönliche Präferenz weiterhin auf anderen Systemen liegen kann.

Bylars

Ich bin 44 Jahre alt und blogge seit mehreren Jahren. Beruflich bin ich Fachangestellter für Bäderbetriebe. Lebe und liebe diesen Beruf in und rundum Fulda. Habe eine Partnerin und liebe genauso meinen Dackel.

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