Überarbeitet am 8. September 2026.
Meine ursprüngliche Anleitung entstand beim Upgrade eines alten Windows-7-Laptops auf Windows 10. Damals fehlten auf C: ein paar hundert Megabyte und ich griff zu einem zusätzlichen Partitionsprogramm.
Heute würde ich zuerst das Windows-Bordmittel verwenden. Die Datenträgerverwaltung von Windows 10 und Windows 11 kann Partitionen selbst verkleinern und erweitern – allerdings gibt es dabei eine wichtige Einschränkung.
Vorher ein Backup machen
Bevor Partitionen verändert werden, sichere wichtige Dateien. Normalerweise funktioniert das Erweitern problemlos, aber bei Änderungen an Partitionstabellen möchte ich persönlich immer einen Rückweg haben.
Datenträgerverwaltung öffnen
Am schnellsten geht es mit:
Windows-Taste + R
diskmgmt.mscCode-Sprache: CSS (css)
Alternativ kannst du mit der rechten Maustaste auf Start klicken und Datenträgerverwaltung auswählen.
Wann lässt sich C: direkt erweitern?
Die Windows-Datenträgerverwaltung kann ein Volume nur dann unkompliziert erweitern, wenn sich auf demselben Datenträger direkt dahinter nicht zugeordneter Speicherplatz befindet.
Ein typisches Beispiel:
[ C: 200 GB ] [ Nicht zugeordnet: 50 GB ]Code-Sprache: JSON / JSON mit Kommentaren (json)
In diesem Fall reicht ein Rechtsklick auf C: und anschließend Volume erweitern.
C: Schritt für Schritt erweitern
- Datenträgerverwaltung öffnen.
- Prüfen, ob direkt rechts neben C: nicht zugeordneter Speicher liegt.
- Rechtsklick auf C:.
- Volume erweitern auswählen.
- Gewünschten zusätzlichen Speicher festlegen.
- Assistent abschließen.
Windows erweitert anschließend das Dateisystem auf den zusätzlichen Platz.
„Volume erweitern“ ist ausgegraut
Das ist der häufigste Stolperstein. Liegt zwischen C: und dem freien Speicher noch eine andere Partition, kann die Datenträgerverwaltung diese nicht einfach verschieben.
[ C: ] [ D: ] [ Nicht zugeordnet ]
Dann gibt es grundsätzlich mehrere Möglichkeiten: Die dazwischenliegende Partition sichern und löschen, ihre Anordnung mit einem geeigneten Partitionswerkzeug verändern oder – wenn die Datenstruktur es zulässt – das Layout anders planen.
Genau an dieser Stelle hatte ich in der alten Version pauschal Paragon Partition Manager empfohlen. Das würde ich heute nicht mehr als ersten Schritt machen. Erst prüfen, was Windows selbst kann, und nur wenn Partitionen wirklich verschoben werden müssen ein zusätzliches Werkzeug verwenden.
Eine andere Partition verkleinern
Windows kann vorhandene Volumes ebenfalls verkleinern. Dazu Rechtsklick auf die gewünschte Partition und Volume verkleinern wählen.
Aber Achtung: Der dadurch frei werdende Speicher liegt hinter der verkleinerten Partition. Wenn beispielsweise D: hinter C: liegt, entsteht der freie Platz also nicht automatisch direkt hinter C:. Genau deshalb lässt sich C: danach möglicherweise immer noch nicht erweitern.
BitLocker vorher beachten
Wenn ein Laufwerk mit BitLocker beziehungsweise Geräteverschlüsselung geschützt ist, würde ich vor größeren Partitionsänderungen sicherstellen, dass der Wiederherstellungsschlüssel vorhanden ist. So steht man nach einer unerwarteten Recovery-Abfrage nicht vor dem nächsten Problem.
Mein Fazit
Für einfache Fälle braucht man 2026 kein zusätzliches Partitionsprogramm. Liegt nicht zugeordneter Speicher direkt hinter C:, erledigt die Windows-Datenträgerverwaltung das in wenigen Klicks. Erst bei komplizierteren Partitionslayouts werden zusätzliche Werkzeuge interessant.
Microsoft beschreibt die aktuellen Funktionen in der Dokumentation zur Windows-Datenträgerverwaltung.
Wie ist deine Meinung?
Schreib gern einen Kommentar unter dem Artikel oder diskutiere mit anderen im Matrix-Kanal:
#dasnetzundich:matrix.org