Ghost 6 unter Ubuntu 24.04 installieren – Ghost-CLI, MySQL 8 und Nginx

Überarbeitet am 8. September 2026.

Ghost lässt sich 2026 weiterhin klassisch mit der Ghost-CLI auf einem Ubuntu-Server installieren. Mein alter Artikel enthielt allerdings einige unnötige und teilweise falsche Schritte – unter anderem PHP, einen selbst angelegten Ghost-Sudo-User und eine fehlerhafte Datenbankkonfiguration.

Für Ghost 6 sieht der offiziell unterstützte klassische Produktions-Stack deutlich klarer aus: Ubuntu 22.04 oder 24.04, Node.js 22, MySQL 8, Nginx und systemd.

Vorab: Ghost-CLI läuft aus

Ghost 6.x ist die letzte Hauptversion, die noch mit Ghost-CLI betrieben werden soll. Das Ghost-Team hat im August 2026 angekündigt, Ghost-CLI mit Ghost 7 zu ersetzen. Ghost 7 wird frühestens 2027 erwartet.

Für eine bestehende oder bewusst klassische Ghost-6-Installation ist Ghost-CLI deshalb weiterhin okay. Bei einer komplett neuen Installation lohnt sich aber auch ein Blick auf den neuen offiziellen Docker-Compose-Weg.

Voraussetzungen

  • Ubuntu 22.04 oder 24.04,
  • mindestens 1 GB RAM,
  • eine Domain, die bereits auf den Server zeigt,
  • einen normalen Benutzer mit sudo-Rechten,
  • MySQL 8, Nginx und Node.js 22.

Wichtig: Ghost empfiehlt ausdrücklich, die Ghost-CLI-Befehle nicht als root auszuführen. Verwende einen normalen administrativen Benutzer. Einen Benutzer namens ghost solltest du ebenfalls nicht selbst anlegen – die CLI verwaltet ihren eigenen niedrig privilegierten Laufzeitbenutzer.

MySQL und Nginx installieren

sudo apt update
sudo apt install nginx mysql-server -y

PHP brauchst du für Ghost nicht. Ghost läuft auf Node.js.

Node.js 22 installieren

Ghost 6 verwendet im offiziellen Produktions-Stack Node.js 22. Nutze für einen Produktivserver den von Ghost dokumentierten Installationsweg und prüfe anschließend:

node --version
npm --version

Vor allem bei späteren Updates lohnt sich immer ein Blick in die aktuelle Ghost-Dokumentation, weil unterstützte Node-Versionen an die Ghost-Hauptversion gekoppelt sind.

Ghost-CLI installieren

sudo npm install -g ghost-cli@latest
ghost --version

Installationsverzeichnis anlegen

Als normaler sudo-Benutzer:

sudo mkdir -p /var/www/ghost
sudo chown $USER:$USER /var/www/ghost
sudo chmod 775 /var/www/ghost
cd /var/www/ghost

Der entscheidende Unterschied zu meiner alten Anleitung: Ich lege keinen eigenen sudo-fähigen ghost-Benutzer an.

Ghost installieren

ghost install

Die Ghost-CLI führt durch die Installation. Unter anderem werden abgefragt beziehungsweise eingerichtet:

  • die öffentliche URL deiner Seite,
  • MySQL-Zugang und eigene Ghost-Datenbank,
  • Nginx-Konfiguration,
  • SSL/HTTPS,
  • systemd-Dienst,
  • der niedrig privilegierte Ghost-Laufzeitbenutzer.

Du musst deshalb nicht vorher selbst einen Datenbankbenutzer mit WITH GRANT OPTION anlegen. Genau das war in meiner alten Version unnötig weitreichend.

Adminbereich öffnen

Nach erfolgreicher Installation erreichst du Ghost Admin unter:

https://deine-domain.tld/ghost/

Wichtige Ghost-CLI-Befehle

ghost status
ghost restart
ghost stop
ghost start
ghost log
ghost backup
ghost update

Vor größeren Updates mache ich grundsätzlich ein Backup und lese die Breaking Changes der neuen Hauptversion.

Ghost 6: ActivityPub und Analytics

Seit Ghost 6 sind Social-Web-Funktionen und die neue Analytics-Infrastruktur ein Grund, warum Ghost langfristig Richtung Docker Compose wechselt. Eine Ghost-CLI-Installation kann den von Ghost bereitgestellten ActivityPub-Dienst verwenden. Wer ActivityPub und Web Analytics vollständig selbst hosten möchte, benötigt den neuen Docker-Compose-Stack.

Docker statt Ghost-CLI?

Wenn auf deinem Server sowieso Docker läuft, findest du hier meine getrennte Anleitung: Ghost mit Docker Compose und externem Nginx.

Fazit

Für Ghost 6 ist die klassische Ghost-CLI-Installation noch ein sauberer und offiziell dokumentierter Weg. Ich würde sie 2026 aber bereits mit dem Wissen aufsetzen, dass Ghost 7 den Wechsel zu Docker Compose bringen soll. Wer heute neu beginnt und ohnehin Docker nutzt, sollte beide Wege vergleichen.

Quellen: Ghost: Ubuntu installation, Ghost: Hosting requirements und Ghost: Docker Compose preview.

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