SearXNG liefert unpassende Treffer: So räume ich meine Suchmaschinen-Auswahl auf

Meine SearXNG-Instanz lief wieder, die Suche selbst war aber noch nicht immer gut. Bei manchen Begriffen kamen Treffer, die mit meiner Anfrage nur am Rand zu tun hatten. Technisch erreichbar ist eine Suchmaschine damit zwar. Benutzbar fühlt sie sich noch lange nicht an.

Ich habe zuerst an eine große Konfigurationsbaustelle gedacht. Am Ende war die bessere Methode viel unspektakulärer: eine problematische Suche festhalten, nur eine Einstellung ändern und danach noch einmal genau dieselbe Anfrage stellen.

Erst einen Test festnageln

Ich nehme einen Suchbegriff, bei dem die falschen Treffer sofort auffallen, und öffne SearXNG in einem privaten Browserfenster. Damit funken alte Cookies und persönliche Einstellungen möglichst wenig dazwischen. Dann notiere ich mir die ersten Ergebnisse und die verwendete Kategorie.

Wichtig ist, dass die Anfrage gleich bleibt. Wenn ich gleichzeitig Suchwort, Sprache, Kategorie und Engines ändere, weiß ich am Ende nicht, was geholfen hat.

Sprache und Kategorie kontrollieren

Bei einer deutschen Anfrage prüfe ich zunächst die eingestellte Sprache. „Automatisch“ funktioniert oft, aber nicht in jedem Fall so, wie ich es erwarte. Danach schaue ich auf die Kategorie. Eine allgemeine Suche kann ganz andere Engines ansprechen als Nachrichten, Bilder oder IT.

Nun wiederhole ich denselben Test. Sind die Ergebnisse deutlich besser, war die Ursache schon gefunden. Wenn nicht, gehe ich an die Suchmaschinen selbst.

Weniger Engines können bessere Treffer liefern

SearXNG bündelt viele Quellen. Mehr Quellen bedeuten allerdings nicht automatisch mehr Qualität. Einige reagieren langsam, liefern Fehler oder passen schlecht zu meinen deutschen Suchanfragen. Ich schalte solche Engines zunächst nur testweise ab.

In der settings.yml kann eine Engine beispielsweise deaktiviert werden:

engines:
  - name: beispiel
    engine: beispiel
    disabled: trueCode-Sprache: JavaScript (javascript)

Der genaue Eintrag hängt von der vorhandenen Konfiguration ab. Ich kopiere also nicht blind irgendeinen Block, sondern suche die bereits eingetragene Engine und ergänze dort disabled: true. Anschließend starte ich den Container neu und wiederhole die festgehaltene Suche.

docker compose restart searxng
docker compose logs --tail=100 searxng

Die Logs zeigen nebenbei, ob eine Engine nur schlechte Treffer liefert oder überhaupt nicht sauber antwortet. Auch die SearXNG-Statistik ist hilfreich: Wenn eine Quelle ständig Fehler produziert, fliegt sie bei mir erst einmal raus.

Meine kleine Aufräumrunde

Ich ändere jeweils nur eine Sache, vergleiche vorher und nachher und sichere die funktionierende settings.yml. Nach ein paar Runden bleibt eine kleinere Auswahl übrig, die für meine typischen Anfragen besser passt. Eine Wunderkonfiguration für alle gibt es wohl nicht. Wer hauptsächlich englische Wissenschaftstexte sucht, braucht andere Engines als ich bei deutschen Alltagsthemen.

Wie ich die Instanz nach massivem Botverkehr wieder stabil bekommen habe, steht in meinem Beitrag über SearXNG, Anubis und Gluetun. Diesmal ging es nicht um Schutz, sondern tatsächlich um die Qualität der Suche.

Welche Engine liefert bei euch überraschend gute Ergebnisse – und welche habt ihr inzwischen abgeschaltet?

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