Fotos für Nextcloud automatisch umbenennen: Schluss mit IMG_1234

Meine Fotos liegen in der Nextcloud schon recht ordentlich nach Jahr und Monat. Nur die Dateinamen sind geblieben, wie sie aus Kamera und Handy kamen: IMG_3076.jpg, DSC_1842.jpg und ähnliche Kandidaten. Wenn ich später ein bestimmtes Bild suche, helfen mir diese Namen genau gar nicht.

Also kam die Idee auf, Aufnahmeort und Motiv in den Dateinamen zu schreiben. Zum Beispiel frankfurt-senckenberg-museum-001.jpg. Auf meiner Sammlung wollte ich das aber nicht gleich ausprobieren. Ein Fehler im Skript, und plötzlich heißen Tausende Originale falsch.

Die Originale bleiben erst einmal in Ruhe

Meine bisherige Struktur nach dem Muster DCIM/JJJJ/MM bleibt bestehen. Das Skript kopiert ausgewählte Bilder zunächst in einen Testordner unter Bildersammlung/Aufnahmeort. Das braucht vorübergehend mehr Speicher. Kann ich verschmerzen. Ein missglückter Massenlauf wäre deutlich lästiger.

Natürlich liegt vor dem Test auch ein aktuelles Backup bereit. Danach starte ich mit wenigen Fotos aus unterschiedlichen Jahren: eines mit GPS-Daten, eines ohne Standort und eines mit einem Dateinamen, der doppelt vorkommt.

Was steckt überhaupt im Foto?

Mit ExifTool sehe ich, ob Aufnahmezeit und Koordinaten vorhanden sind:

exiftool -DateTimeOriginal -GPSLatitude -GPSLongitude bild.jpgCode-Sprache: CSS (css)

Beim Smartphone sind GPS-Daten oft dabei, aber eben nicht immer. Bei einigen meiner Windsurfing-Fotos fehlte der Standort komplett. Das Skript darf dann keinen Ort erfinden. Es hält an und fragt mich.

Sind Koordinaten vorhanden, kann eine Kartenabfrage daraus einen Ortsnamen machen. Blind übernehmen möchte ich das Ergebnis trotzdem nicht. Aus Stadt und Sehenswürdigkeit entstehen sonst schnell Namen wie „Köln-Kölner-Zoo“. Technisch verständlich, im Archiv aber ziemlich krumm.

So sollen meine Dateinamen aussehen

Mein Schema ist einfach: aufnahmeort-motiv-001.jpg. Die laufende Nummer verhindert, dass ein Bild das nächste überschreibt. Leerzeichen, Umlaute und Sonderzeichen vereinheitliche ich, weil die Namen später auch in Shell-Skripten und Backups funktionieren sollen.

Fehlt der Ort, gebe ich ihn selbst ein. Eine Bilderkennung kann zusätzlich grobe Dinge wie Tier, Boot oder Museum vorschlagen. Personen möchte ich dabei weder erkennen noch benennen lassen. Und wenn die KI sich nicht sicher ist, bleibt das Motiv lieber allgemein. „Gebäude“ ist immer noch besser als eine selbstbewusst falsche Sehenswürdigkeit.

Der Ablauf im Terminal

Screenshots getrennt behandeln

PNG-Dateien und Screenshots gehören für mich nicht in denselben Lauf. Die haben oft keine brauchbaren EXIF-Daten und folgen einem anderen Zweck. Ich filtere sie deshalb vor der Umbenennung heraus. Für sie gibt es einen eigenen Ablauf nach Datum.

Wenn die Namen im Testordner stimmen, kann ich die nächste kleine Gruppe bearbeiten. Erst später kommt die gesamte Sammlung dran. Danach muss Nextcloud die Änderungen noch einlesen, zum Beispiel mit dem passenden occ files:scan für den betroffenen Benutzer.

Für die inhaltliche Suche in der Bildersammlung nutze ich außerdem Media Curator für Nextcloud. Die verständlichen Dateinamen ersetzen das nicht, ergänzen es aber erstaunlich gut.

Wie benennt ihr Fotos: nach Datum, Ort, Motiv oder lasst ihr die Namen der Kamera einfach stehen?

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