geschätzte Lesezeit 1 Minuten.

0
(0)

Die US-Regierung wird acht chinesische Unternehmen, darunter den Drohnenhersteller DJI, wegen ihrer angeblichen Beteiligung an der Überwachung uigurischer Muslime auf eine Investitionssperrliste setzen, berichtet die Financial Times. Die Firmen werden Berichten zufolge am Dienstag auf die Liste der “Unternehmen des chinesischen militärisch-industriellen Komplexes” des Schatzamtes gesetzt, was bedeutet, dass US-Bürgern jegliche Investitionen untersagt sind.

DJI steht bereits auf der Entity-Liste des Handelsministeriums, was bedeutet, dass amerikanische Unternehmen keine Komponenten verkaufen dürfen, wenn sie nicht über eine Lizenz verfügen. Damals erklärte die Regierung, DJI gehöre zu den Unternehmen, die “weitreichende Menschenrechtsverletzungen in China durch missbräuchliche genetische Sammlung und Analyse oder hochtechnologische Überwachung” ermöglichten. Im Gegensatz zu Produkten von Huawei und anderen wurde der Verkauf von DJI-Drohnen in den USA jedoch nicht verboten.

Die jüngsten Maßnahmen sind Teil der Bemühungen von US-Präsident Joe Biden, China wegen der Unterdrückung der Uiguren und anderer ethnischer Minderheiten in der Region Xinjiang zu sanktionieren. Hier sind auch deutsche Firmen dran beteiligt. (Bericht)  Zu den weiteren Unternehmen, die auf die Liste gesetzt werden, gehören Cloud-Computing-Unternehmen und Gesichtserkennungsfirmen, die in Xinjiang tätig sind.

Gestern haben das US-Repräsentantenhaus und der Senat einen Gesetzentwurf verabschiedet, der Importe aus Xinjiang verbieten würde, sofern die Unternehmen nicht nachweisen können, dass sie nicht in Zwangsarbeit hergestellt wurden. Die Abstimmung im Oberhaus des Kongresses soll noch vor der Ferienpause stattfinden.

Vor einem Jahr erklärte DJI, es habe “nichts getan, was die Aufnahme in die Entity-Liste rechtfertigen würde”, und dass “Kunden in Amerika DJI-Produkte weiterhin normal kaufen und verwenden können”.

Im Jahr 2020 hatte DJI einen massiven Anteil von 77 Prozent am Markt für Verbraucherdrohnen. In den letzten zwei Monaten hat das Unternehmen zwei wichtige Produkte auf den Markt gebracht: die Drohne Mavic 3 mit großem Sensor und die Vollformat-Kinokamera Ronin 4D mit eingebautem Gimbal und LiDAR-Fokussierungssystem.

Quelle: Engadget

Wie fandest du den Post?

Auf einen Stern klicken zum bewerten

durchschnittlich 0 / 5. bereits abgestimmt haben: 0

Keine Bewertungen bisher, sei der erste

We are sorry that this post was not useful for you!

Let us improve this post!

Tell us how we can improve this post?

Von Lars Müller

Blogger und Fachangestellter für Bäderbetriebe. Fliege in meiner Freizeit mit einer Drohne umher. Absolut interessiert in Sachen Linux, Windows, Serverhosting.

Schreibe einen Kommentar

Consent Management Platform von Real Cookie Banner