Terminal-News sind oft trocken. Diese hier ist aber praktisch, weil du dir unter Ubuntu 26.04 einen Extra-Schritt sparst.
Ich hatte hier im Blog zuletzt schon eher in die Linux- und Admin-Ecke geschaut, etwa bei meinem Beitrag zu AppArmor-Sicherheitslücken erklärt: Was „CrackArmor“ für Linux-Nutzer wirklich bedeutet oder beim Setup von Docker und Docker-Compose installieren und starten: Eine Anleitung. Genau deshalb passt diese Meldung gut rein: Das Terminal Ghostty ist jetzt laut OMG! Ubuntu direkt in den Paketquellen von Ubuntu 26.04 LTS angekommen.
Warum Ghostty für Ubuntu-Nutzer spannend ist
Ghostty ist kein klassischer Bastler-Geheimtipp mehr. Das Projekt beschreibt sich selbst als schnelles, plattformnahes Terminal mit GPU-Beschleunigung für macOS und Linux auf ghostty.org. Gerade auf Linux ist das interessant, weil viele Nutzer zwar mit GNOME Terminal, Ptyxis oder Kitty gut klarkommen, aber trotzdem ein modernes Terminal wollen, das flott wirkt und sauber in die Desktop-Umgebung passt.
Der Punkt hier ist nicht nur die Geschwindigkeit. Wichtiger ist, dass Ghostty unter Linux auf GTK4 setzt und sich damit deutlich natürlicher anfühlt als manche Cross-Platform-Anwendung.
Was unter Ubuntu 26.04 neu ist
Bislang lief Ghostty auf Ubuntu meist über Community-Pakete, ein PPA, Snap oder den manuellen Weg. Die eigene Installationsseite von Ghostty führte für Ubuntu bisher vor allem auf ein Community-DEB bei GitHub, nicht auf die offiziellen Ubuntu-Repos, wie die Paketübersicht auf Ghostty Docs zeigt. Jetzt ist laut OMG! Ubuntu Version 1.3.0 in den Ubuntu-26.04-Repositories gelandet, genauer im Universe-Bereich.
Das ist für viele Nutzer die eigentliche gute Nachricht. Du musst nicht mehr erst ein Fremd-Repository einbinden, wenn du Ghostty einfach nur testen willst. Gerade auf Systemen, auf denen du möglichst wenig Zusatzquellen pflegen möchtest, ist das angenehm. Wer ohnehin gern sauber mit offiziellen Paketen arbeitet, kennt das aus Selfhosting-Projekten wie Nextcloud Hub 26 Winter ist da: Hinter 33.0.0 steckt mehr als nur ein kleines Update oder auch bei Mailcow Dockerized mit strengerem Rspamd: Weniger Sonderwege bedeuten meist weniger Pflege.
Welche Funktionen Ghostty 1.3.0 mitbringt
Spannend ist auch die Paketversion. Laut den offiziellen Release Notes zu Ghostty 1.3.0 bringt dieses Release unter anderem Scrollback-Suche, native Scrollbars, Cursor-Bewegung per Klick in Shell-Prompts sowie viele Fehlerbehebungen und Optimierungen mit. Außerdem wurde in 1.3.0 eine Sicherheitslücke behoben, bei der bestimmte Steuerzeichen beim Einfügen von Text problematisch werden konnten, ebenfalls dokumentiert in den Release Notes.



Das heißt unterm Strich: Du bekommst nicht irgendein frühes Paket, sondern eine Version, die funktional schon ziemlich rund wirkt.
So installierst du Ghostty unter Ubuntu 26.04
Wenn das Paket in deinen Quellen schon verfügbar ist, reicht dieser Befehl:
sudo apt update
sudo apt install ghostty
Danach kannst du Ghostty direkt starten:
ghostty
Lohnt sich das wirklich?
Ja, aber mit einer kleinen Einschränkung. Wenn du mit dem Standard-Terminal von Ubuntu zufrieden bist, musst du nicht wechseln. Ubuntu 26.04 setzt laut OMG! Ubuntu standardmäßig auf Ptyxis, und das ist ebenfalls kein schlechtes Terminal.
Ghostty lohnt sich vor allem dann, wenn du ein modernes Terminal mit nativer Linux-Optik willst oder zwischen Linux und macOS wechselst. Genau dann spielt das Projekt seine Stärke aus. Für Ubuntu 26.04 ist die Repo-Aufnahme deshalb eine richtig nützliche kleine News: kein großes Spektakel, aber ein sauberes Upgrade für alle, die gern mit einem guten Terminal arbeiten.
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