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E-Scooter an einem Parkplatz
E-Scooter an einem Parkplatz

Ich hatte vor ein paar Wochen einen Artikel veröffentlicht, mit meinen Erkenntnissen und weiteren Themen rund um die E-Scooter respektive E-Roller. Dort hatte ich mitgeteilt, dass es bis zum Zeitpunkt des Erscheinens des Artikels keine Aussage von einem Vermieter bezüglich des Wegwerf Problematik gab. Das hat sich nun geändert und zumindest für mich spannende Antworten erhalten. Vorab direkt ein Dank an das Unternehmen TIER, dass sie mir so bereitwillig geantwortet haben.

Im folgenden das Interview mit dem Vermieter von E-Scooter TIER:

dasnetzundich: Wie wird mit dem beliebigen Abstellen der E-Scooter von den Mietern eigentlich umgegangen?

TIER: Generell gilt: Genau wie Fahrräder dürfen E-Scooter auf Gehwegen oder am Straßenrand geparkt werden, müssen aber so abgestellt werden, dass Personen, die zu Fuß unterwegs sind oder andere Verkehrsteilnehmer nicht behindert oder gefährdet werden. Unsere lokalen Teams sind stets wachsam, um die Anzahl eventuell doch falsch abgestellter Scooter zu minimieren. Wir haben in zahlreichen Städten Fußpatrouillen im Einsatz, die gezielt Hotspots und die Kerngebiete der Stadt ablaufen, um falsch abgestellte E-Scooter umzuparken. Auch beim Austausch der Batterie wird von den lokalen Teams nicht nur ein Sicherheitscheck durchgeführt, sondern E-Scooter können in diesem Zusammenhang auch an andere Stellen in der Stadt gebracht oder umgeparkt werden – sollten sie zuvor nicht korrekt abgestellt worden sein.

dasnetzundich: Werden diejenigen Mieter dazu verpflichtet, die Roller an bestimmten Stellen wieder abzugeben?

TIER: Alle neuen TIER-Nutzerinnen und -Nutzer werden bei der Registrierung in unserer App mithilfe einer Serie an leicht verständlichen Erklär Bildern, die auch nicht übersprungen werden können, auf die wichtigsten Benutzungs- und Verhaltensregeln hingewiesen. Dies beinhaltet auch einen Hinweis zu korrektem Abstellen und Parken der Fahrzeuge. Dieser Hinweis wird auch des Vorganges der Beendigung der Miete wiederholt.

Wir wissen, dass die Lerneffekte mit der Zeit durch unsere Aufklärungsbemühungen stetig zunehmen und Beschwerden tendenziell eher abnehmen. Um die Regelkenntnisse unter E-Scooter Fahrerinnen und Fahrern zu verbessern, unterstützen wir Initiativen wie die Kampagne “Roll ohne Risiko” des Deutschen Verkehrssicherheitsrats (DVR), mit Unterstützung des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) und der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV).

Trotzdem bedarf es auch einem zeitnahen und flächendeckenden Auf- und Ausbau der dringend benötigten Infrastruktur. Nur mit einer ausreichenden Anzahl an Abstellflächen für E-Scooter, Fahrräder und Lastenräder sowie gut ausgebauten Radwegen kann sich Mikromobilität optimal in den urbanen Mobilitätsmix einfügen und Konflikte mit anderen Verkehrsteilnehmenden minimiert werden. Daher würden wir es begrüßen, wenn unter anderem auch PKW-Stellflächen in Parkplätze für Mikromobilität umgewandelt werden.

dasnetzundich: Wenn ja, was passiert, wenn diese dem nicht nachkommen?

TIER: Das korrekte Abstellen unserer E-Scooter durch die Nutzer ist für uns von großer Bedeutung. Bußgelder sind eine wichtige Maßnahme, um Fehlverhalten zu sanktionieren, Lerneffekte zu generieren und Nutzer*innen anzuhalten, die Fahrzeuge korrekt zu benutzen und regelkonform abzustellen.

Lässt sich anhand der Bewegungsdaten bzw. der GPS-Position des E-Scooters zweifelsfrei belegen, dass der letzte Nutzer bzw. die letzte Nutzerin des E-Scooters die Miete im Halteverbot beendet hat und das Fahrzeug unsachgemäß abgestellt hat, dann können wir Bußgelder entsprechend weiterreichen und belasten das hinterlegte Zahlungsmittel des Nutzers bzw. der Nutzerin.

dasnetzundich: Auf welchem Wege werden die Roller nachts wieder eingesammelt und werden die Kosten für eventuelle Reparaturen auf die Mieter umgelegt?

TIER: Zum Aufladen müssen unsere E-Scooter nicht wie bei anderen Anbietern eingesammelt werden. Die E-Scooter werden nur in Ausnahmefällen und wenn sie über einen längeren Zeitraum nicht gemietet wurden, eingesammelt bzw. umgeparkt. Behindernd oder falsch abgestellte Fahrzeuge werden hingegen laufend im Zuge des Batteriewechsels und der Wartungsarbeiten umgeparkt und repositioniert. Das wird von unserem lokalen Service Team bestehend aus festangestellten Mitarbeitern durchgeführt.

Durch den Einsatz von Modellen mit austauschbaren Batterien wird das tägliche Hin-und-her-Fahren der Scooter zum Aufladen in Lagerhäuser überflüssig. Das lokale Team festangestellter Mitarbeiter kann leere Batterien direkt vor Ort durch geladene Batterien austauschen, einen Sicherheitscheck durchführen und so Fahrtwege deutlich reduzieren. Falls nötig, werden die TIER-Scooter in das jeweilige Depot vor Ort gebracht und dort von qualifizierten Mechanikern repariert. Die Kosten für die Reparaturen übernehmen wir.

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Von Lars Müller

Blogger und Fachangestellter für Bäderbetriebe. Fliege in meiner Freizeit mit einer Drohne umher. Absolut interessiert in Sachen Linux, Windows, Serverhosting.

2 Gedanken zu „Das Für und Wieder mit dem E-Scooter – die Stellungnahme“
  1. @lars Für Wien würde ich sagen, dass es subjektiv nicht besser geworden ist. Scooter, die mitten am Gehsteig stehen oder liegen. Manchesmal stehen welche quer zu Zebrastreifen oder auf Blindenleitstreifen. Ich frage mich, wie verantwortungslos man sein muss, um so etwas zu tun.

    1. Das habe ich mir auch gedacht wo ich in Flensburg war. In den Mülltonnen, daneben, mitten auf den Gehwegen und Wiesenflächen. Normal ist das nicht. Hatte da das Gefühl das der Verleiher da, überhaupt nichts macht. (Eine) Die haben mir auch nicht geantwortet auf die Anfrage.

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